Entwicklung der Rockkultur

Rock als Musikrichtung mit langer Entwicklung

Bereits in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde mit dem Rock ’n’ Roll ein Musikstil entwickelt, der dadurch entstand, dass Blues und Country miteinander gemischt wurden. Man denke an Elvis Presley und viele andere Musiker, die diese Art von Musik unsterblich machten. Zwar wurden damals die Weichen für die nachfolgende Rockmusik mit all ihren Varianten gestellt, der Rock selbst ist jedoch eine eigene Musikrichtung, die sich vom ursprünglichen Rock ’n’ Roll durch einen anderen Rhythmus unterscheidet.

Ende der sechziger Jahre dann wurde der Rock zeitgleich dem Reggae in seiner neuen Form immer bekannter. Die sogenannte Rockerszene entstand, die im Gegensatz zu den friedliebenden Hippies eher gewaltbereit war und meistens von Zivilpolizistenüberwacht wurden. Dabei entwickelten sich immer mehr ganz eigene Stilrichtungen der unterschiedlichen Rockbands, wobei jede versuchte, so authentisch wie möglich ihren ganz eigenen Rock zu vermitteln.

Aufschwung in den 90ern

Die Rockmusik stieß damals bei der älteren Generation eher auf Unverständnis und wurde von dieser Personengruppe strikt abgelehnt. Dies konnte den Erfolg jedoch nicht aufhalten. Die 1980er Jahren waren davon geprägt, dass größter Wert darauf gelegt wurde, zwischen Pop und Rock klare Linien zu ziehen.

Nachdem es etwas stiller um die Rockmusik und ihre Interpreten geworden war, wurde etwa 1990 ein wahrer Aufschwung verzeichnet. Dies wahrscheinlich nicht zuletzt wegen der erfolgreichen Band Nirvana. Ihre Musik wurde dem Grunge zugeschrieben und fand sehr viele Anhänger, was andere Bands dazu bewegte, meist aus kommerziellen Gründen die gleiche Richtung einzuschlagen. Nach der Jahrtausendwende nahm die um sich greifende Retrowelle auch auf den Bereich des Rock großen Einfluss. Viele Elemente der Rockmusik der sechziger Jahre wurden wiederbelebt.